Jahresabschlussfeier beim THW Ortsverband Haßfurt

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Jahresabschlussfeier THW Ortsverband Haßfurt

Eine stolze Bilanz legte bei der Jahresabschlussfeier vor, die wegen der Umbauarbeiten in der Unterkunft in Haßfurt im Pfarrheim in Oberschwappach stattfand. Das Technische Hilfswerk (THW) lieferte Sandsäcke, sicherte Unglücksstellen und einsturzgefährdete Gebäude, transportierte Feldbetten und Matratzen, errichtete Dämme und Beleuchtungen, half aber auch beispielsweise, den Mainathlon in Eltmann abzusichern.

Der Ortsbeauftragte Christian Günther berichtete von 15 814 ehrenamtlichen Stunden bei den Einsätzen und Übungen. Zu verschiedenen Bränden wurden die Fachberater des THW hinzugerufen, um im Notfall das schwere Gerät des Technischen Hilfswerks einsetzen zu können. Nötig wurde das etwa beim Tragschrauber-Absturz in Sendelbach. Oftmals arbeitet das THW aber auch nach der Feuerwehr. So errichteten die Helfer den Absperrzaun, nachdem das so genannte Geisterhaus an der Hohen Wann zwischen Haßfurt und Zeil abgebrannt war. Im Vorjahr waren die THW-Helfer stark gefordert beim Aufbau der Flüchtlingsunterkünfte in Turnhallen und anderen Gebäuden im Landkreis, in diesem Jahr bauten sie im Auftrag des Landratsamtes Zug um Zug die Notunterkünfte wieder ab. Nach zwei Einbrüchen in Einkaufsmärkte war es die Aufgabe des THW, die zerschlagenen Türen und Scheiben zu sichern.

Als neuer Zugführer bewährte sich Sebastian Böhm, während der bisherige Zugführer Peter Friedrich nun als Fachberater fungiert. Neue Gruppenführer sind Martin Mittelstädt und Simon Gräf.

Bestens bewährt habe sich im Landkreis die hervorragende Zusammenarbeit mit den Feuerwehren und den anderen Hilfsorganisationen, sagte Günther. Ein sichtbares Zeichen dafür ist der gemeinsame Wagen von THW, Feuerwehr und Rotem Kreuz beim Faschingszug in Sand.

Die Zusammenarbeit wurde weiter intensiviert, etwa in Sachen Hochwasserschutz. Schon lange gibt es das zentrale Sandsacklager beim THW in Haßfurt. Als „Highlight des Jahres“ konnten THW und Feuerwehren die Sandsack-Füllmaschine in Betrieb nehmen. Gesondert geschulte Feuerwehrleute der Wehren Ziegelanger und Oberschwappach fahren jetzt bei Starkregen- oder Hochwasseralarm direkt in die THW-Unterkunft und sorgen für Nachschub, während die bereits eingelagerten Sandsäcke ohne Verzögerung an die Einsatzorte gebracht werden. Für solche Einsätze nahm das THW wenige Wochen vor Weihnachten auch den neuen Laster in Betrieb.
Gerade bei den Starkregen-Einsätzen im Sommer arbeiteten Feuerwehr und THW bestens zusammen, wie Kreisbrandrat Ralf Dressel betonte. Und immer gibt es bei Einsätzen auch Kurioses. „In Rauhenebrach haben wir mitten im Ort einen Karpfen geborgen“, schilderte Kreisbrandinspektor Peter Pfaff.

Die Bundesanstalt THW ist „der technische Arm des Katastrophenschutzes“, wie Landrat Wilhelm Schneider betonte. Er zollte den Helfern „allerhöchsten Respekt“, denn gerade seit Wegfall der Wehrpflicht sei es nicht selbstverständlich, dass man so viel Freizeit opfert und hohen technischen Sachverstand in ein solches Ehrenamt einbringt, das auch Gesundheitsgefahren mit sich bringen kann. Gott sei Dank sei der Landkreis Haßberge bisher „von den ganz großen Katastrophen verschont geblieben, aber wir sind bestens gerüstet“, vor allem weil alle beteiligten Hilfskräfte ideal zusammenarbeiten, betonte der Landrat.

Das unterstrich der Haßfurter Bürgermeister Günther Werner, der auch den Familien dankte, die Verständnis für das zeitaufwändige Ehrenamt ihrer Angehörigen aufbringen. Das Ehrenamt zu schätzen, bedeute auch, Ehrenamtliche zu entlasten.

Geschäftsstellenleiter Curth Mohr und Kreisbrandrat Ralf Dressel bedauerten, dass es derzeit Tendenzen gebe, das THW wieder aus der Feuerwehr-Alarmierungskette herauszunehmen. Beide sehen den Kreis Haßberge als bestes Beispiel, dass das der falsche Weg ist. „Bei uns läuft es anders und das sehr positiv“, betonte Dressel.
Für ihren Hochwassereinsatz in diesem Jahr wurden zahlreiche Helfer mit dem Fluthelfer-Abzeichen geehrt. Das THW-Fluthilfe-Abzeichen erhielten: Christian Appel, Sebastian Böhm, Patrick Eichelmann, Michael Friedrich, Peter Friedrich, Marco Fritsch, Christian Günther, Julian Hartmann, Paul Hochrhein, Henri Hofmann, Robert Kleinhenz, Nicki Köth, Reinhard Kuhla, Manuel März, Tobias Marquardt, Milena-Maria Männer, Nikolai Männer, Martin Mittelstädt, Martin Ort, Jonas Schierling, Maximilian Schnös, Christian Schwert, Maik Seidel, Christian Stierl, Dominik Then, Matthias Viernekäs, Frederic Will und Nico Will.

Als langjährige Aktive wurden Michael Markert für zehn Jahre sowie Thilo Feustel und Matthias Brochloß-Gerner für 20 Jahre Dienst im Technischen Hilfswerk ausgezeichnet.
Zwei besondere Auszeichnungen hatte Curt Mohr für zwei Nicht-THWler parat: Für die hervorragende Zusammenarbeit zwischen THW und Feuerwehren überreichte er an Peter Pfaff und Ralf Dressel das THW-Helferzeichen in Gold.
Eine „Bescherung“ gab es für den Nachwuchs, denn der Geschäftsführer Daniel Mülln von der Firma Falck Fire Services überreichte zusammen mit seinem Mitarbeiter Markus Werner jeweils 500 Euro an die Kreisjugendfeuerwehr und die THW-Jugendgruppe. Markus Werner, der hauptamtlicher Feuerwehrmann bei Falck und stellvertretender Kommandant der Feuerwehr in Oberschwappach ist, hatte die zwei Gruppen als Empfänger vorgeschlagen.

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